Brand am Morsumer Bahnhof 07.02.2011
Ein zäher Teppich aus Löschschaum verhüllt den Fußboden, verrußte Farbeimer liegen unter eingestürzten Dachbalken. Es ist ein Bild der Verwüstung, das sich gestern morgen in der Ladestraße am Morsumer Bahnhof bot. Wo zuvor eine kleine Lagerhalle stand, ist über Nacht nur noch eine Brandruine verblieben.
Es war gegen 2 Uhr am Montag, als ein Anwohner einen Feuerschein bemerkte. Die Morsumer Feuerwehr rückte mit zwei Fahrzeugen aus. Einer der ersten am Brandort: Der Besitzer der Lagerhalle, selbst Feuerwehrmann. Vergeblich versucht er in die Halle vorzudringen und die Flammen mit einem Feuerlöscher zu ersticken - der Qualm ist zu dicht. Nacheinander treffen auch die Wehren aus Archsum, Keitum und Tinnum ein. Neun Fahrzeuge und 80 Helfer sind im Einsatz, löschen das 50 Quadratmeter große Gebäude von allen Seiten. Doch der starke Wind facht die Flammen immer wieder an. Erst fünf Stunden später ist das Feuer gelöscht.
In dem Holzbau hatte ein Morsumer Malereibetrieb Maschinen, Farben, Lacke und andere Utensilien gelagert.
Der Windrichtung aus Südwest war es zu verdanken, dass der dichte Qualm den Feuer wehrleuten nicht mehr zu schaffen machte: "So konnte der Qualm über die freien Wiesen abziehen", berichtete Morsums Wehrführer Volker Bartling, der das "hervorragende Zusammenspiel" zwischen den vier Wehren lobte.
Die völlig verkohlte Brandruine stellt die Kripo nun vor schwierige Aufgaben: War zu dieser nachtschlafenden Zeit ein technischer Defekt die Ursache oder war es womöglich Brandstiftung?
Texte und Bilder von der SHZ |